| 15. | 2021 |
| Aug |
Newsletter # 821
Jazzgeldschwund
Zugegeben, vor lauter Interpretation der Bayerischeninfektionsschutzmassnahmenverordnungen ist so manches auf der Strecke geblieben. Zum Beispiel: Der "Deutsche Jazzpreis". Noch nie davon gehört?! Ja, so etwas gibt es. Nein, nicht für mich oder andere nicht-subventionierte Bühnen. Wo denken Sie hin.
Langjährige Leser wissen, was jetzt kommt. Aber ich will Sie noch ein wenig auf die Folter spannen. Gemein. Ich weiß.
Der von Kulturstaatsministerin Prof. Monika Grütters (CDU) verliehene "Deutsche Jazzpreis" wurde von ihr (also dem Steuerzahler, also Ihnen, und mir) mit einer Million Euro Steuergelder pro Jahr bestückt.
Dieses Jahr wurden 31 Preise vergeben.
Frage: Was meinen Sie: Wieviel der eine Million Euro wurden nun an Künstler, Clubs, Festivals ... ausgeschüttet?! - Augen zu. - Zahl vorstellen. - Augen wieder auf:
310.000,- Euro. Einunddreißig mal 10.000,- Euro. Also noch nicht einmal ein Drittel der Gesamtsumme. Was aber ist mit den restlichen 690.000 Euro passiert?! Keiner weiß was. Keiner sagt was.
Deshalb habe ich letzte Woche Prof. Monika Grütters und die für die Realisierung verantwortlichen "Initiative Musik" angeschrieben. Schließlich sollte es bei Verwendung von Steuergeldern doch eine einsehbare Auflistung der Mittelverwendung geben. Oooooder?!
Eine Antwort?! Steht noch aus.
Irgendwie erinnert mich das schon jetzt an meine Recherchen zum "Spielstättenprogrammpreis/Applaus". Ich bleibe dran. Versprochen. Sollten Sie etwas wissen, meine (E-Mail)-Adresse haben Sie ja ... :-)
