| 11. | 2021 |
| Jul |
Newsletter # 816
Der Tisch des Grauens
Siebte Folge von "No Vogler in the City". Nur damit Sie mich nicht vergessen. Wenigstens ab und zu ein Lebenszeichen.
Bis mindestens 28. Juli 2021 wird das "Vogler" nicht öffnen dürfen. Bis dahin gilt die "13. Bayerische Infektionsschutzmassnahmenverordnung". Unklar ist aber, ob mit der "14. Bayerischen Infektionsschutzmassnahmenverordnung", die dann irgendwann folgt, das "Vogler" öffnen kann oder nicht.
Ich bin nicht bereit, die "Jazzbar Vogler" umzubauen, nur weil die "Stadt München" und der "Freistaat Bayern" für Live-Musik (d.h., auch wenn nur ein Pianist mit Mundschutz auf der Bühne spielt) eine Reihenbestuhlung ohne Tische mit Blickrichtung aller Gäste in eine Richtung fordert. Dann dürften allerdings auch Getränke und Essen serviert werden. Wohlgemerkt: Ohne Tische. Wer denkt sich so etwas aus?!
Der Tisch als Pandemieträger. Auf die Idee muss man erst mal kommen. Natürlich nur: Wenn es Live-Musik gibt. Nicht, wenn dreißig Gäste an einem Tisch in einem Restaurant sitzen. Dort ist es auch unerheblich, ob alle in eine Richtung schauen oder nicht. Nur wenn Kultur ins Spiel kommt, wird sowohl der Stuhl, der Tisch wie auch die Blickrichtung pandemisch gefährlich.
Ganz zu schweigen von König Fußball. Der scheint so viel Geld in die Stadt- und Freistaat-Kassen zu spülen, dass dafür jegliche Vernunft (und jegliches Rückgrat) geopfert wird.
Interessant ist aber auch, daß der vorher heilige "Inzidenzwert" nicht mehr das Mass aller Dinge ist, sondern nun ausschliesslich die "Bayerische Infektionsschutzmassnahmenverordnung". Wenn diese nicht mehr das non plus ultra ist, ist es vielleicht das Wohlbefinden unserer politischen Entscheidungsträger beim Aufstehen, ob sie genügend Zuwendung von ihren Liebsten erhalten haben oder der Hund beim Gassi gehen nur ein statt zwei Häufchen gemacht hat.
Wie auch immer. Einen schönen Artikel von Johannes Löhr gab es diese Woche im "Münchner Merkur" und in der "TZ" ... :-)
P.S.: Alle bisherigen Folgen, Artikel und Interviews zu "No Vogler in the City" finden Sie hier.
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P.S.: "Der kotzende Hund". Mein erstes Buch. Mit über 130 Kurz-Geschichten. Aus meinem (und Ihrem) Bar-Alltag. Als Taschenbuch. Und als E-Book. Vielleicht finden Sie sich ja in der ein oder anderen Geschichte wieder. Viel Spaß beim Lesen! Alle Informationen finden Sie hier.
Ein "Gutschein fürs Vogler": Vogler, Commerzbank München, IBAN: DE92700800000318957000 , BIC: DRESDEFF700 oder auch per PayPal. Ich schicke Ihnen dann einen Gutschein zu, einlösbar ab Wiedereröffnung. Bitte E-Mail- und/oder -Adresse nicht vergessen.
Vielen, vielen Dank auch für Ihre Überweisungen an die "Jazzbar-Vogler-Solidar-Gemeinschaft" ("JVS"). Musiker, die nicht mehr weiter wissen, schreiben mir bitte eine E-Mail (nur ich kann diese lesen). Wenn Sie "unseren" Musikern helfen können: Vogler, Postbank München, IBAN: DE39 7001 0080 0890 8858 05 , Verwendungszweck: "JVS - Spende für Musiker". Bitte E-Mail- und/oder -Adresse nicht vergessen.
Vielen, vielen Dank auch für Ihre Spenden! Wer nach der Überweisung noch keinen Gutschein oder "Schenkungsvertrag" (sowohl fürs "Vogler" wie auch an die "JVS") erhalten hat, bitte melden. Dann habe ich entweder Ihre (E-Mail)-Adresse leider nicht oder isch abe jemacht Feeehler ...
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Ich habe mir die "Corona-Warn-App" heruntergeladen und habe mich gegen Covid19 impfen lassen ...
Das "Vogler" ist mit einer Frischluft-Anlage, zwei Luftreinigern (Testsieger bei "Stiftung Warentest"), vier Luftbefeuchtern (Testsieger bei "Stiftung Warentest") und vier zusätzlichen Ventilatoren (ebenfalls Testsieger bei "Stiftung Warentest") ausgestattet - und bietet Ihnen seit 31. Juli 1997 Live-Musik.
