| 17. | 2019 |
| Nov |
Newsletter # 746
Was wurde eigentlich aus ...
Es wird langsam einmal Zeit für eine lose Reihe: "Was wurde eigentlich aus ...".
Im Laufe der Jahre haben wir so viele Themen angerissen, Petitionen gestartet, uns um Veränderungen bemüht, daß es vielleicht manchmal interessant wäre: Was ist daraus eigentlich geworden ...
Aktueller Anlaß: Die Entscheidung des "Freistaates Bayern", dem Justizopfer Gustl Mollath 600.000,- Euro Entschädigung zu zahlen. Für sieben Jahrez Unterbringung in der Psychatrie. - Gustl Mollath?! Da war doch was.
2013 habe ich mit Ihnen gemeinsam versucht, Mollath zu helfen. Unter anderem mit einer Petition, die 57.424 Unterschriften erreichte. Hier ein Bild der Unterschriftenlisten-Übergabe an Mollath und der "Bayerischen Staatsregierung" vor der "Bayerischen Staatskanzlei" (der Herr links ist Mollath :-)
Mollaths Unterstützerkreis hat ausgerechnet, daß die "angefallenen Kosten für die Steuerzahler für den Zwangsaufenthalt von Gustl Mollath in den Bayerischen Bezirkskrankenhäusern sich auf ca. 760.000 Euro belaufen". Macht mit der Entschädigung und bereits im Vorfeld gezahlten 70.000 Euro: 1,43 Millionen Euro, die nicht die CSU (vielleicht aus der Wahlkampfkostenerstattung), die damalige, langjährige Justiz-Ministerin Beate Merk (vielleicht aus der Pensionskasse), die Gutachter oder der zuständige Richter Otto Brixner ("Deutscher Richterbund"?!) oder ... wenigstens in Teilen zu begleichen hätten, sondern: der Steuerzahler. Sie. Und ich.
Würden wir als Angestellter oder Selbständiger auch nur ansatzweise eine solch krasse Fehlentscheidung treffen, kommt einer sicher nicht dafür auf: Der Steuerzahler. Und auch nicht die CSU. Geschweige denn: Frau Merk.
Zur Erinnerung: Ein wunderbares Interview, das "report Mainz" 2012 mit der damaligen, bayerischen Justiz-Ministerin Frau Dr.jur. Beate Merk zum "Fall Mollath" geführt hat, verdeutlicht noch einmal ihre hohe Sach-Kompetenz, Leidenschaft, Empathie und rhetorische Raffinesse. Hier der Link.
Rührend, wie Gustl Mollath sich damals bei Ihnen und mir für die Unterstützung bedankt hat:
Beigelegt: Eine Tafel Schokolade. Da es mir, trotz größter Mühen, nicht gelang, sie in 57.424 Stücke aufzuteilen, habe ich Sie egoistischerweise ganz allein verputzt. Sorry dafür ...
Ich denke mal, summa summarum haben wir ausnahmsweise alles richtig gemacht - und alle daran Beteiligten haben (hoffentlich) viel daraus gelernt ...
Hier noch mal die Zusammenfassung "Gustl Mollath" auf meiner Homepage.
