14. 2017
Feb

TripAdvisor

Das amerikanische Bewertungsportal "TripAdvisor", das ohne Gastronomen und Hoteliers nicht existieren würde, ist für viele eine unverzichtbare "Orientierungs-Hilfe" beim Suchen von "guten" Bars, Hotels, Restaurants etc. Um so wichtiger ist, gerade in Zeiten der anonymen Bewertungen im Internet, daß Portale wie "TripAdvisor" Unternehmen gegen verleumderische und nachweisbar unwahre Behauptungen in Schutz nehmen. Soweit die Theorie. Ein Beispiel aus der Praxis:

Das Bewertungsportal "TripAdvisor" schrieb mir im November 2016:

"Ihr Unternehmenseintrag ("Jazzbar Vogler") ist (...) auf unseren Seiten sanktioniert worden".

Sanktioniert?! - Was habe ich denn jetzt schon wieder falsch gemacht?! - Das "Vogler" verschwand plötzlich auf "TripAdvisor" und tauchte Tage später, trotz hervorragenden Bewertungen, abgeschlagen auf Platz 126 einer völlig anderen Kategorie wieder auf. - Was hatte ich verbrochen?! Es folgt: Eine typische "Vogler"-Geschichte:

Im November 2015 schrieb ein "TripAdvisor-Bewerter" Namens "zorrozwo" folgende 1-Stern-Bewertung: „Sehr schlechtes Essen. Arroganter Chef. Es gibt wenig gute Jazz Clubs in München, aber Vogler braucht keiner. Auch wenn er schon seit 20 Jahren Musiker ausbeutet (...)".

Sie wissen: Es gibt überhaupt kein Essen im "Vogler". Und würde ich seit "20 Jahren Musiker ausbeuten", gäbe es schon lange keine Live-Musik mehr im "Vogler".

"zorrozwo" bekam eine Anzeige wegen "Verleumdung". Wat mutt, dat mutt. Zur Kenntnis an: Tripadvisor GmbH, c/o Lohrmann & Koll., Herrn Helmut Lohrmann, Breitscheidstrasse 1o, 70174 Stuttgart (die Adresse müssen Sie erst einmal recherchieren). "TripAdvisor" löschte nach mehreren Tagen "zorrozwo's" Eintrag. Ein Jahr später (!) aber sanktionierte "TripAdvisor" das "Vogler" und schrieb als Begründung: "Wir weisen (...) darauf hin, dass TripAdvisor jede Bedrohung eines Benutzers (einschließlich Drohungen mit rechtlichen Konsequenzen), (...), als Verletzung unserer Richtlinien erachtet."

Das ist ein echter Persil-Schein.

Wenn Gastronomen und Hoteliers verleumdet werden: Wird der Bewerter geschützt. Und: Als Opfer hingestellt. Klassische Umkehrung des Täter-Opfer-Prinzips.

Eine Woche später schrieb "TripAdvisor": "Die Informationen über die Verhängung oder Aufhebung von Sanktionen sind geheim (...). Ich kann Ihnen jedoch versichern, dass wir mit unserem Popularitätsindex (sic!) eine langfristig wirksame Richtlinie besitzen, mit der Sie in Bezug auf Ihren Eintrag verhängte Sanktionen schrittweise abschwächen können, sofern wir keine weiteren verdächtigen Aktivitäten feststellen." - "Verdächtige Aktivitäten feststellen". Da hat wohl wer ein bisschen zu tief in das Spionage-Glas geschaut.

Inzwischen wurden die Sanktionen wieder aufgehoben. "zorrozwo"?! Wurde nicht sanktioniert. Er durfte sogar eine weitere  Bewertung über das "Vogler" veröffentlichen. Diesmal: 2 Sterne. Wahrscheinlich konnte er nur einmal eine 1-Stern-Bewertung über das "Vogler" abgeben ... Dafür integriert er mich immer wieder mal in seine "Bewertungen". Er scheint einen echten Vogler-Komplex entwickelt zu haben. Nur ein Beispiel von vielen:

"Siegestor! Es gibt ein paar Sachen in meiner schönen Stadt, die gehören einfach weg. Zum Beispiel das neue Rathaus, die BMW Welt und eine ganz spezielle location in der Rumfordstrasse samt Pächter. Abreissen und neu bauen. Und du, Siegestor gehörst da auch dazu." (21.2.2018)

Aber: Wer ist eigentlich zorrozwo?! Der mutige Don Quijot, der, sich feige hinter einem Code-Namen versteckend, gegen uns Gastronomen (und das Siegestor) ankämpft. Der Mann, der mit seinem riesigen Minderwertigkeits-Komplex (gescheiterte Servicekraft?! Probetag immer wieder nicht überstanden?! ehemaliger Praktikant bei der Bäckerblume?! ...) glaubt, mit unzähligen "Kolumnen" Gastronomen besserwesserisch auf den Keks zu gehen?! Zu feige, sich Presse-Anfragen zu stellen und Stellung zu beziehen oder den Gastronomen persönlich die Meinung zu sagen. Ich habe ihn gefunden.

Meiner Meinung nach ist es wichtig, daß sich Hoteliers und Gastronomen (und das Siegestor) wehren. Nur dann können wir erreichen, daß TripAdvisor (und auch die anderen Bewertungsportale) über ihre Richtlinien nachdenken - und langfristig das Opfer schützen und nicht die Täter.

Siehe auch:

"Und raus bist Du" - "Süddeutsche Zeitung" vom 11.01.2017, Leitartikel auf der Titelseite der SZ von Franz Kotteder,

"Wirte gegen Bewertungsportale" im SAT1-Frühstücksfernsehen, 30.1.2017, ein Beitrag von Johann Subklew, 

"Bewertungen im Internet" am Beispiel "Vogler gegen TripAdvisor", ZDF-Drehscheibe, 1.2.2017, (Sendung ist nicht mehr online), ein Beitrag von Julia Viegener,

"Wir in Bayern", Bayerisches Fernsehen, 2.2.2017, Vogler gegen TripAdvisor  (Sendung ist nicht mehr online) oder auch: 

"Jazzbar Vogler vs. TripAdvisor" auf "Mimikama - Verein zur Aufklärung über Internetmissbrauch" von Andre Wolf. "zorrozwo" war zu feige, auch nur eine der Presse-Anfragen zu beantworten und Stellung zu beziehen.

Pia Schratzenstaller ist bei TripAdvisor zuständig für Presse-Anfragen, Susanne nhu Nguyen ist Media Relations Manager Germany, +49 89 1250338 48. TripAdvisor-Adresse: TripAdvisor Deutschland, Oberanger 6, 80331 München.

P.S.: Die Pressesprecherin von TripAdvisor, Frau Pia Schratzenstaller, hat immer wieder behauptet, es gebe "Beweise" dafür, ich hätte den Bewerter "zorrozwo" eingeschüchtert oder gar bedroht. Diese "Beweise" konnte sie nie vorlegen. Damit Sie sich selbst ein Bild machen können: Hier finden Sie den kompletten Schriftverkehr von mir mit "zorrozwo".

 

Nachtrag vom 25. Februar 2019:

 

Am 24. Februar 2019 veröffentlichte "TripAdvisor" folgende Bewertung:

Bildschirmfoto 2019 02 25 um 19.40.25

Meine zwei, leicht angepassten Antworten auf diese "Bewertung" wurden von "TripAdvisor" zweimal mit folgender Begründung gelöscht:

Bildschirmfoto 2019 02 25 um 19.43.56

Damit Sie sich selbst ein Bild machen können, hier meine zuletzt gelöschte Antwort:

 

"Vouglers?! Sie können noch nicht einmal meinen Namen richtig schreiben."Logistics conditions"?! "Recycling air"?!  Über 21 Jahre gibt es jetzt das "Vogler". Sie sind der erste (nach der inzwischen gelöschten von "zorrozwo"), der mich mit einem Stern bei TripAdvisor bewertet.

Hunderttausende Gäste sind in den letzten Jahren fast 22 Jahren im "Vogler" gewesen, haben das Ambiente und die Musik genossen, keine "recycling air" gebraucht, weil Ihnen die Lüftung in der Bar völlig ausreicht, froh sind, daß erstens im Winter geheizt wird und zweitens glücklich, daß es voll ist (und allein dadurch manchmal heißer), da dadurch die Wahrscheinlichkeit höher ist, daß es das "Vogler" als einzige Jazzbar mit täglicher Live-Musik in der Innenstadt Münchens auch noch länger gibt.

Es liegt also der Verdacht nahe: Nicht das "Vogler" hat ein Problem. Sondern vielleicht Sie. Zum einen, weil Sie keinen Respekt vor der Arbeit anderer zu haben scheinen, zum anderen weil Sie glauben, wegen Ihrer Meinung nach fehlender "logistics condtions" und "recycling air" (was auch immer das alles heißen soll, wissen Sie es denn?!) unter einem mehr als sinnigen Pseudonym eine "Bewertung" abgeben, die Ihnen nur einen Stern wert ist, obwohl angeblich die Atmosphäre gut und die Musik großartig ist. Ihr "inglisch" ist andererseits so schlecht, daß Sie unmöglich Engländer sein können. Summa summarum: Es ist etwas faul. Mit Ihnen. Mit Ihrer Bewertung. Mit Ihrem Namen. Mit Ihrer ganz persönlichen "logistic condition".

Aber vielleicht haben Sie in Ihrem Leben einfach schon zu viel "recycling air" eingeatmet :-) "

 

Mein letzter Antwort-Versuch wurde von TripAdvisor Tage später veröffentlicht:

Bildschirmfoto 2019 02 25 um 20.13.19

Es ist aber trotzdem immer das gleiche Problem. Ein Bewerter darf Blödsinn schreiben. Der Bewertete muß kuschen und darf dem Bewerter kein Contra geben. Könnte ja gegen die "Richtlinie" verstossen. Frau Pia Schratzenstaller von TripAdvisor habe ich selbstverständlich auch angeschrieben. Hat Sie geantwortet?! Natürlich nicht.

Nachtrag vom 9. Mai 2019

"JohnMRead" oder auch "Whityn Owen" hat am 8. Mai 2019 unter der Überschrift "Worn out Club" folgende "Bewertung" auf Tripadvisor veröffentlicht:

"This place is in dire need of a makeover. The service (off handish but helpful all at once) the building interior sucked, it’s definitely seen better days. Stained walls, low lighting, dark corners, candles on the table. This is the vibe. Well made drink. Good pianist singer, some 50 year old gentleman. The place needs an overhaul. Go there? Well it seems today the economy is so busy competitive and fast paced that only relics go here. I don’t know. It was sweet like a romantic novel yet seedy and weird all at once. Go there at your own risk."

Meine Antwort wurde, wieder, von "Tripadvisor" nicht veröffentlicht. Begründung?! Siehe oben.

"Hallo Whityn Owen alias JohnMRead,

ich erinnere mich gut an Sie. Sie kamen spät und sassen alleine am Dienstag, 7. Mai direkt hinter dem Pianisten Bruno Renzi, tranken einen Mule.

Mit Verlaub, aber Ihre Bewertung ist gelinde gesagt eine Unverschämtheit. Wer glauben Sie denn, wer Sie sind?! Sie beleidigen meine Gäste, die mit Ihnen an dem Abend im "Vogler" waren als "relics"?! Und was sind Sie?!

Und: Sie bezeichnen das "Vogler" als "worn out club", es bräuchte ein "makeover" und hätte "bessere Tage gesehen" etc.?! Was ist denn konkret Ihr Problem?! Was hat Sie denn so gestört?! Die Wände z.B. wurden von einem Kunstmaler extra so gestaltet. Das mag nicht ihr Geschmack sein. Kein Problem. Muss es ja auch nicht. Die Polster habe ich letztes Jahr erneuern lassen, auch das kann nicht Ihr Problem gewesen sein. Ich befürchte, Sie haben einfach nicht mein Konzept verstanden. Nun gut. Meine Gäste und ich werden zum einen nicht erfahren, was Ihr eigentliches Problem war und ist, zum anderen stellt sich die Frage, in welchen sterilen Luxus-Schuppen Sie normalerweise verkehren und warum Sie überhaupt in eine 22 Jahre alte Jazzbar gehen, die per se nicht so aussehen sollte wie ein McDonalds.

Was mich aber am meisten an Menschen wie Ihnen stört: Sie haben keinen Respekt. Nicht vor der 22-jährigen Geschichte meiner Bar, die die einzige nicht-subventionierte Jazzbar mit täglich Live-Musik in der Innenstadt Münchens ist, nicht vor anderen Menschen, die das zu schätzen wissen, was Sie nicht schätzen wollen oder können.

Und Sie sind noch nicht einmal in der Lage und zu feige, mir gegenüber persönlich Ihre Kritik zu äußern, sondern tun an dem Abend so, als wäre alles wunderbar gewesen, um sich dann im Hotel "mutig" an den PC zu setzen und unter einem mehr oder weniger sinnigem Pseudonym Ihre Weisheiten zu verkünden: "Go there at your own risk?!" Sie tun ja so, als müsste man bei einem Besuch des "Voglers" um sein Leben fürchten. Nichts für ungut, aber sind Sie sicher, daß Sie nicht ein klein wenig was an der Waffel haben (oder vielleicht Sie einen makeover bräuchten) ... :-) ?!