18. 2017
Mar

Newsletter # 629

Mut Kaschemme

Folge 5 der "20-Jahre-Vogler-Rückblicke":

Da nun klar war, Journalismus und Marketing, dat wird nichts mit mir: Wat nu?! Aber: Mit 29 hat man ein Alter, da wagt man, sich noch Träume zu erfüllen. Und, seien Sie ehrlich, wollten Sie nicht auch schon IMMER eine Jazzbar eröffnen?! Sehen Sie. So ging es mir auch. Nur: Wie?!

Dafür gibt es drei Wege. Entweder Sie haben selbst viel Geld. Hatte ich nicht. Oder Eltern mit viel Geld. Hatte ich nicht. Oder Sie suchen sich einen Partner: Zum Beispiel: Eine Brauerei. Und davon gibt es in und um München ja nicht gerade wenige. Ich glaube, ich habe alle, aber wirklich alle angeschrieben. Mit einem, selbstverständlich, pyyyyyramidalen Konzept ...

Das, was mir dann in der Regel angeboten wurde, waren: "wenn wir Glück haben, ist er so blöd und unterschreibt" - Kaschemmen (warum sollte man auch mit einem zusammenarbeiten, der keinen einzigen Tag oder wenigstens ein Stündchen Gastronomie-Erfahrung vorweisen konnte).

Da nichts, aber auch gar nichts vorwärts ging, unterschrieb ich dann doch einen Marketing-Gedöns-Vertrag mit, ja, ja, dem Nürburg-Ring (das ist wieder eine ganz andere Geschichte, aber nein, nicht als Renn-Fahrer) - und am nächsten Tag meldete sich: die Spaten-Brauerei: Ob ich nicht Lust hätte, auf das gerade, schon wieder, freigewordene Objekt in der Rumfordstrasse 17. Ich hatte. Und damit begann: Die "Jazzbar-Vogler-Geschichte".

Finden Sie nicht auch: Eigentlich hätte die "Spaten-Brauerei" einen "Mut-Preis" verdient ... :-)

Fortsetzung folgt ...

P.S.: Sie haben es sicher gelesen. Die "Süddeutsche Zeitung" von diesem Wochenende: "Im Zweifel gegen den Angeklagten", von Hans Holzhaider, Seite 11. Ich weiß noch nicht ganz wie, aber ich möchte Manfred Genditzki gerne unterstützen. Vielleicht haben Sie eine Idee?!