Jazzbar VoglerJazzbar Vogler

Am 19. Mai 2o11 gab es ein Gespräch mit dem neuen Bezirksdirektor der "GEMA" Herrn Jürgen Baier, seiner Sachgebietsleiterin Frau Ilona Albrecht und mir. Das GEMA-Vogler-Verhältnis wurde damit auf eine neue Basis gestellt. Die fast 14 Jahre währende Dauerfehde zwischen "Vogler" und "Gema" könnte damit ein Ende gefunden haben :-)

==========================================

Da der Konflikt mit der GEMA, dem langjährigen GEMA-Bezirks-Direktor Herrn Bernhard Haslbeck sowie dem Rechtsanwalt Herrn Christoph Edler von Weidenbach von der GEMA-Kanzlei "BBH - Becker - Büttner - Held" zur Vogler-Geschichte ebenso gehört, wie z.B. die Abschiebung meines Kochs Afrim durch den damaligen Innenminister Günther Beckstein, finden Sie anbei Auszüge aus dem berühmt-berüchtigten "Vogler-GEMA-Drama":

==========================================

G-ebt E-ure M-usikbühnen A-uf

==========================================

Die "Gebt-Eure-Musikbühnen-Auf" (GEMA) muß reformiert werden.
Sonst gibt es bald keine Musikbühnen mehr. 2oo9 hat mir die GEMA 11.047,00 Euro als "Gebühr" berechnet.
=================================================

Offener Brief an Herrn Jochen Heise Jochen.Heise@bbh-online.de, Rechtsanwalt der GEMA von der Kanzlei "Becker-Büttner-Held" (cc: Herrn Bernhard Haslbeck, Bezirksdirektor GEMA-München bhaslbeck@gema.de ) - vom 22. Juli 2oo9

Sehr geehrter Herr Heise,

vielen Dank für Ihre E-Mail. - (...) - Wie Sie wissen beruht die Forderung der von Ihnen vertretenen Gema auf eine Gebührenordnung, die sich ausschliesslich auf Raum-Größe und Eintritts-Höhe unabhängig vom erzieltem Umsatz, tatsächlichen Besucherzahlen, ausgezahlten Gagen etc. bezieht. Diese Gebührenordnung kommt einer schutzgeldartigen Zwangsabgabe gleich, die dazu führt, daß im Sommer bis zu 5o% des kompletten gastronomischen Tages-Umsatzes an die Gema abzuführen ist. Aus meiner laienhaften Sicht scheinen solche Verträge sittenwidrig zu sein. Dies bliebe juristisch zu prüfen. (...)

Die Gema benachteiligt seit Jahren nachweisbar mit ihrer Gebührenordnung kleine Bühnen und betreibt aus meiner Sicht tagtäglich Bruch ihrer eigenen Satzung: "Bei Vergebung der Rechte werden die Bedürfnisse der kulturellen Musikpflege berücksichtigt." (Satzung der Gema §2,4).

Die Aussagen des Gema-Vorstandes "Musik kann man weglassen - Steuern muss man zahlen" oder der Vergleich von Live-Musik mit Dixie-Klos legen den Schluss nahe, dass der Gema-Vorstand sich seiner kulturellen Verantwortung nicht bewußt zu sein scheint.

Die Gema als Idee ist wichtig und richtig. Aber die reelle Umsetzung kommt einer Kultur-Verhinderung und Kultur-Vernichtung gleich. Und das kann weder im Sinne der Komponisten noch im Sinne all derer sein, für die Live-Musik ein wesentlicher Bestandteil kulturellen Lebens darstellt.

Sollte die Gema im Zuge der durch die Petition entstandenen öffentlichen Diskussion an einer strukturellen Veränderung interessiert sein, wäre ich gerne bereit, konstruktiv daran mitzuarbeiten.

Mit freundlichen Grüßen
Thomas Vogler

==========================================

Vogler-Newsletter vom 26. Juli 2oo9 (Auszug): Schreiben des Kulturreferates München an mich:

"Darf ich das Angebot des Kulturreferates erneuern, daß wir 2oo9 für die Montags-Sessions die Gema-Gebühren übernehmen würden, wenn Sie einen entsprechenden Antrag stellen?" -

So weit ist es jetzt schon - dass die öffentliche Hand = der Steuerzahler für die Gema-Gebühren aufkommen soll. Jetzt wissen Sie auch, was mit vielen Geldern der Kulturförderung passiert - sie gehen an wen?! An die GEMA ... :-)

==========================================

13. Februar 2o1o: „Der Spiegel“: „GEMA“: „Intransparenz, Ineffizienz, Ungerechtigkeit - die Wut auf den Rechteverwerter GEMA wächst“
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-69065860.html

==========================================

Vogler-Newsletter vom o2. Mai 2o1o:

"Liebe Freundin, lieber Freund der Jazzbar Vogler,
sorry, aber das muß jetzt sein: Diesen Samstag findet wieder die „Lange Nacht der Musik“ statt. Wieder ohne das „Vogler“. Der Hauptgrund der letzten Jahre: Die GEMA ist auch  Veranstaltungsort. Das ist ungefähr so, als würde bei der „Langen Nacht der Veganer“ der Schlachthof mit: „Schlachten Sie selbst!“ oder bei der „Langen Nacht des Weltfriedens“ eine Waffenfabrik mit: „Erschieße einen Wehrlosen!“ mitmachen. Meine Bitte: Sollten Sie am Samstag teilnehmen: MEIDEN Sie die GEMA, den größten Kultur-Vernichter und Kultur-Verhinderer der Republik. Die GEMA-Vorstände Dr. Harald Heker, Dipl.-Oec. Rainer Hilpert und Georg Oeller handeln nach dem Zeitgeist: Gier.

Ein Beispiel: Knapp 4.97o,- Euro berechnete der GEMA-Vorstand dem „Vogler“ 1998 - bereits 11.o47,- Euro (!) waren es 2oo9. Der GEMA-Vorstand verlangt vom „Vogler“ für jeden Tag an dem Live-Musik gespielt wird (völlig unabhängig von Umsatz, Besucherzahl, ausgezahlter Gage etc.) 36,92 Euro. Jeden Tag. Völlig gleichgültig, ob z.B. an heißen Tagen überhaupt jemand kommt. Interessant: Auch Toiletten und die Küche werden bei der Berechnung der qm mitgezählt - könnte ja schließlich sein, daß da jemand zuhört! Wenn man weiß, daß sich jeder der drei Herren pro Jahr 38o.ooo,- Euro Gehalt gönnen (und damit mehr als z.B. der Bundesbank-Vorstand), verstehe ich natürlich, daß wir kleinen Bühnen bluten müssen - dafür bluten wir doch gerne ... :-)

1998 hat der kleine Vogler einen ersten Prozeß gegen die grauen Kultur-Diebe (sh. Michael Endes „Momo“) des GEMA-Vorstandes geführt. U.a. ging es damals um die Benachteiligung kleiner Bühnen durch die Degression in der Gebührenordnung (= je kleiner die Bühne desto höher prozentual die Gebühren), die Berechnung eines 25%-igen Aufschlags für meine Bar-Pianisten (GEMA: „Nur Hotels haben Bar-Pianisten und Hotels haben Geld“) und die höhere Tarifierung der Jam-Session (GEMA: „Es befinden sich schließlich mehr Musiker auf der Bühne“) etc. - Seeeeehr lustig .... :-) Alle Infos dazu: Ganz am Ende des Newsletters. Und: Ein Link zu einem aktuellen „Spiegel“-Artikel: „Intransparenz, Ineffizienz, Ungerechtigkeit - die Wut auf den Rechteverwerter GEMA wächst“. Seeeeehr aufschlußreich ... :-)"

==========================================

Vogler-Newsletter vom 16. Mai 2o1o (Auszug): An diesem Montag, 17. Mai 2o1o um 13.oo Uhr findet die Sitzung des Petitionsausschusses des Deutschen Bundestages zum Thema „GEMA“ statt. Die von Monika Bestle initiierte Petition wurde von über 1oo.ooo GEMA-Frustrierten unterschrieben. Unbestätigten Berichten zufolge denkt der Bundestag darüber nach, die GEMA wegen „vorsätzlicher grober Benachteiligung kleiner Bühnen“ abzuschaffen. War ein Scherz :-) Die Sitzung des Bundestages live unter http://www.bundestag.de/ weitere Informationen über die Gema z.B. unter http://www.nmz.de/dossiers/gema-petition

==========================================

"Forderung nach grundlegender Reform der GEMA" - Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages vom 18. Mai 2o1o: http://www.bundestag.de/presse/hib/2010_05/2010_158/01.html

==========================================

27. Mai 2o1o: Schreiben der GEMA: „Wiedergabe von Fernsehsendungen anl. der Fußball-WM 2o1o“

Bei einer beschallten Fläche bis zu 1oo qm: 82,67 Euro brutto
bei einer beschallten Fläche über 1oo qm: 123,36 Euro brutto.

Ein weiteres Beispiel für die vorsätzliche Benachteiligung kleiner Bühnen und Veranstalter durch die GEMA.

==========================================

28. Mai 2o1o: „Betrugsverdacht bei der GEMA“

„Lug und Trug bei der Verwertungsgesellschaft: In einer Pressekonferenz hat der Gema-Vorstandsvorsitzende, Harald Heker, bekannt gegeben, dass zwei Mitarbeiter und zehn Mitglieder im Verdacht stehen, Veranstaltungen angemeldet zu haben, die in dem angekündigten Umfang so nicht bzw. überhaupt nicht stattfanden. Betroffen davon seien Life-Events im Bereich U-Musik. Die Höhe des Schadens konnte bisher nicht beziffert werden, den Mitarbeitern wurde fristlos gekündigt. Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft.“ (meedia, 28. Mai 2o1o)
 

http://www.handelsblatt.com/unternehmen/it-medien/schwerer-betrugsverdacht-bei-der-gema/3446858.html


Satzung der GEMA, §2: „(Die Gema) ist uneigennützig und
nicht auf die Erzielung von Gewinn gerichtet“ und: „Bei Vergebung der Rechte werden die Bedürfnisse der kulturellen Musikpflege berücksichtigt.“ - Die GEMA hatte schon immer ein etwas anderes Verständnis von Theorie und Praxis ... :-)

==========================================

22. Oktober 2o1o: "Alle meine Centchen - GEMA kassiert bei Kindergärten"

Der GEMA-Vorstand hat mal wieder zugeschlagen. Diesmal probiert er es mit Kindergärten. Als nächstes wahrscheinlich mit Asylbewerber-Unterkünften („Du sicher nix gezahlt GEMA in Heimatland“), Obdachlosenheimen oder Hartz IV Empfängern („wer aus dem letzten Loch pfeift, tut dies im Zweifelsfall mit einer GEMA-geschützten Melodie“). Was „Der Vorstand“ sich als nächstes einfallen läßt?! Wir dürfen gespannt sein ... :-)

http://www.youtube.com/watch?v=cG7R_5vjr_s

(P.S.: Die causa Axel Sikorski hat ein echtes Gschmäckle :-)

Weitere Informationen unter

feed://blog.br-online.de/quer/tag/gema/feed

======================================

Die Rede des GEMA-Vorstandsvorsitzenden Dr. Harald Heker in Berlin bei der Vorstellung des Geschäftsberichtes 2oo9: http://blog.gema.de/blog/beitrag/video-der-rede-von-dr-harald-heker-anlaesslich-der-gema-mitgliederversammlung-2010/

================================================

Vogler-Jahres-Rückblick-Newsletter vom 12. Dezember 2o1o (Auszug):

Newsletter 3o5 bis 351 hatten immer wieder mit der GEMA zu tun. Es bleibt abzuwarten, ob es dem GEMA-Vorstand Herrn Harald Heker hheker@gema.de mit der juristischen Unterstützung des Rechtsanwaltes Herrn Christoph Edler von Weidenbach christoph.von.weidenbach@bbh-online.de im Jahr 2o11 gelingt, die Klein-Kultur-Landschaft Deutschlands im wahrsten Sinne des Wortes weiter zu verwüsten.

Der GEMA-Vorstand scheint einzig und allein dem Zeitgeist zu frönen: „Gier ist Geil“. Es ist erstaunlich, wie eine an sich hervorragende Idee, der Schutz der Urheberrechte von Komponisten, durch Gier und Maßlosigkeit einiger weniger ganz offiziell und öffentlich mit Füßen getreten wird. Die GEMA gehört zu den meist gehassten und verachteten Unternehmen Deutschlands. Die Eigen-PR: eine Katatrophe. Die letzte Inkasso-Aktion des GEMA-Vorstandes betraf: Kindergärten. Der GEMA-Vorteil: Monopolist zu sein.

Die Live-Musik-Szene ist durch seinen geringen Schutz durch Lobbyisten und Verbände ein besonders beliebtes Ziel des GEMA-Vorstandes. Ein Beispiel: Diskotheken zahlen bei gleicher Größe nur ein Drittel der Gebühren wie Live-Musik-Bühnen. - Bald wird es so sein, daß Musiker durch solche Methoden überhaupt keine Möglichkeiten mehr für einen Auftritt haben werden - weil es keine Musikbühnen mehr geben wird: G(ebt) E(ure) M(usikbühnen) A(uf). Außer der Steuerzahler zahlt, wie bereits jetzt in vielen Fällen, die Zeche: Kultur-Subventionen subventionieren: die GEMA.

Die GEMA scheint sich immer mehr zu einem Selbstbedienungsladen zu entwickeln. Ein Beispiel: Der Verwaltungskosten-Aufwand der GEMA liegt 2oo9 bei 15,2%. Zum Vergleich: Der der „Europäischen Union“ bei 6%. Der GEMA-Vorstand gönnte sich 2oo9 Gehälter in Höhe von 1,2 Millionen Euro - die pensionsvertraglichen Bezüge lagen 2oo9 bei 548.ooo Euro. Auch hier liegt der Verdacht nahe, daß der GEMA-Vorstand Gelder, die eigentlich den Komponisten zustehen würden, sich selber gönnt.

Ein weiteres Beispiel: Der GEMA-Vorstand hat 2oo9 334 Millionen Euro an seine Mitglieder ausgeschüttet: 62,99% davon (also 21o Millionen Euro) an nur 5,19% der GEMA-Mitglieder: An die sogenannten „Ordentlichen Mitglieder“ (das sind die, die bei der GEMA etwas zu sagen haben). Der GEMA gelingt es dadurch, sich immer wieder selber zu legitimieren: Die Ordentlichen Mitglieder = 5,19% der GEMA-Gesamt-Mitglieder werden einen Teufel tun, durch eine Neu-Strukturierung der GEMA sich selber zu schaden.

Die Liste ließe sich beliebig fortsetzen.

=====================================================

3o. Januar 2o11: „Systematische Diskriminierung von Frauen bei der GEMA“.

Daß die G(ebt) E(ure) M(usikbühnen) A(uf) kleine Musik-Bühnen benachteiligt, ist unstrittig. Mir neu war aber folgendes: "Männer (werden) bei der GEMA viel schneller befördert als Frauen" - „mit einer Wahrscheinlichkeit von 98,7 % handele es sich um systematische Diskriminierung" (SZ vom 26.o1.11). Systematische Diskriminierung - bestätigt hat dies das Landesarbeitsgericht Berlin. Geklagt hat die Personalleiterin (!) der GEMA in Berlin: Silke Kühne.  Weiter stellte das Gericht fest, daß die Klägerin vom GEMA-Gesamt-Personalleiter, dem Justitiar und einem Mitglied des Vorstandes gemobbt wurde.

Die Revision beim Bundesarbeitsgericht hat Frau Kühne verloren, jetzt liegt der Fall wieder beim Landesarbeitsgericht Berlin. Viel Glück, Frau Kühne!

Mehr Infos unter:

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-63344764.html

Das Urteil des Landesarbeitsgerichtes Berlin:
http://www.gerichtsentscheidungen.berlin-brandenburg.de/jportal/portal/t/r5x/bs/10/page/sammlung.psml;jsessionid=7CE8B8CAEDD46B8FD9AFA387121DF624.jp85?doc.hl=1&doc.id=JURE080022691%3Ajuris-r01&showdoccase=1&documentnumber=1&numberofresults=250&doc.part=L&

Ein Kommentar zum Revisions-Urteil:
http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=in&dig=2010%2F07%2F23%2Fa0048&cHash=f67b2e7d20

==========================================

21. August 2o11: "Anonymous" hat die "Gema"-Homepage angegriffen:

http://www.heise.de/newsticker/meldung/Anonymous-legt-GEMA-Seite-lahm-1327285.html

U.a. hier kann darüber diskutiert werden:

http://blog.gema.de/blog/beitrag/hacker-angriff-auf-gemade/

Das "Anonymous"-Video:

http://www.youtube.com/watch?v=g-qFLX26-O8&feature=player_embedded

==========================================

o8. Oktober 2o11: "Musikpiraten wollen Strafanzeige gegen GEMA erstatten" http://www.heise.de/tp/artikel/35/35636/1.html

======================================

o3. Dezember 2o11: "Skandal bei der BUMA/STEMRA (niederländische GEMA)" http://www.heise.de/tp/blogs/6/150953

======================================

 

Die berühmt berüchtigten

"Mitteilungen der GEMA an die Gäste der Jazzbar Vogler"

 

o6. Juni 2o1o: Vogler-Newsletter (Auszug)

1. Mitteilung (der GEMA) an die Gäste der Jazzbar Vogler

Mit großem Bedauern müssen wir Ihnen mitteilen, daß es die „Jazzbar Vogler“ trotz all unserer Bemühungen immer noch gibt.

Wie Ihnen bekannt sein dürfte, versuchen wir seit Jahren, kleine und private Veranstalter möglichst ungerecht zu behandeln.

Unser Motto: „Je kleiner die Bühne, desto höher die Gebühren“ führt bei uns GEMA-Intern bereits seit Jahren zum beliebten Kalauer: „Gebt Eure Musikbühnen Auf“.
Ein Schenkelklopfer, den wir nicht mehr missen möchten.

Auch daß es uns als Monopolist gelungen ist, von kleinen Bühnen mindestens elftausend Euro jährlich verlangen zu können, ruft bei uns täglich große Erheiterung hervor.

Wir wissen, daß wir Deutschlands größter Kultur-Verhinderer und -Vernichter sind.
Das erfüllt uns mit Stolz.

Noch haben wir es leider nicht ganz geschafft, alle kleinen privaten Veranstalter in den Ruin zu treiben. Aber wir als GEMA-Vorstand versprechen Ihnen: Bevor nicht der letzte private Veranstalter Insolvenz angemeldet hat, sehen wir unseren Job als nicht erfüllt.
Das ist unser täglich Streben. Versprochen.

In diesem Sinne,
Ihre GEMA

P.S.: Leider gibt es auch diese Woche wieder Live-Musik im „Vogler“, die nicht vom Steuerzahler subventioniert werden muß. Weitere Informationen erteilt Ihnen gerne GEMA-Vorstands-Vorsitzender Dr. Harald Heker unter hheker@gema.de (oder, wenn es unbedingt sein muß, Thomas Vogler unter http://www.jazzbar-vogler.com/)"

„Vogler“, Thomas Vogler, Rumfordstrasse 17, 8o469 München
Dies ist eine Mitteilung, die die GEMA natürlich so nie schreiben würde.

==========================================

 

13. Juni 2o1o: Vogler-Newsletter (Auszug):

2. Mitteilung (der GEMA) an die Gäste der Jazzbar Vogler
 

Herr Vogler zahlt an uns zusätzlich zu den mindestens 11.ooo,- Euro für die Live-Musik 352,95 Euro im Jahr für die CD´s, die Herr Vogler vor und nach dem Konzert und in den Pausen auflegt. Bei uns heißt das: „Tonträgerwiedergabe in Gaststätten“. Wir von der GEMA finden: 352,95 Euro - Ein Schnäppchen!

Wir haben Herrn Vogler schon oft vorgeschlagen die Live-Musik wegzulassen und z.B. bei  einem Abend mit der Gruppe „Buena Vida“ nur deren CD´s abzuspielen. Die Musiker könnten ja so tun, als würden Sie spielen. Die Musik wäre ja die gleiche. Wir von der GEMA finden: Eine tolle Idee!

Auch unsere Idee, den Pianisten unter der Woche so auf die Bühne zu setzen, daß das Publikum seine Finger nicht sieht, begeistert uns. Dann könnte Herr Vogler einfach eine CD des Pianisten abspielen. Wir von der GEMA finden: Das merkt kein Mensch!

Herr Vogler würde sich damit jährlich über 1o.ooo,- (zehntausend!!!) Euro sparen.
Wir von der GEMA finden: Ein faires Angebot. Wie sie das von uns gewohnt sind.

Herr Vogler würde sich dann sicher auch mindestens 5o% der Gagen sparen - denn eine direkte Leistung würde von den Musikern außer der reinen Anwesenheit und ein bißchen Schauspiel (Mund auf und zu machen an den richtigen Stellen, Instrument an- und absetzen etc.) ja nicht erbracht. Wir von der GEMA finden: Doppelt gespart!

Warum Herr Vogler nicht auf unser Angebot eingeht, ist uns ein Rätsel.
Aber wir von der GEMA werden weiterhin alles, aber auch alles dafür tun, unser Konzept „Spar Dir doch die Live-Musik!“ baldmöglichst deutschlandweit umzusetzen.

In diesem Sinne,
Ihre GEMA

P.S.: Schreiben Sie uns! Wir sind über Ihre Meinung immer dankbar. Z.B. direkt an unseren Vorstands-Vorsitzenden Dr. Harald Heker unter hheker@gema.de

München, im Juni 2o1o
tv
„Vogler“, Thomas Vogler, Rumfordstrasse 17, 8o469 München
Dies ist eine Mitteilung, die die GEMA natürlich so nie schreiben würde."

==========================================

 

2o. Juni 2o1o: Vogler-Newsletter (Auszug):

3. Mitteilung (der GEMA) an die Gäste der Jazzbar Vogler

Sind Sie genauso begeistert wie wir von unserer neuen Offenheit?! Von unseren schonungslos offenen Mitteilungen an Sie?! Wir von der GEMA finden: Mit Recht dürfen wir begeistert sein. Eigentlich (um mal aus dem Nähkästchen plaudern zu dürfen (ist das nicht ein schönes Bild: Ein Nähkästchen. So viel Musik darin (aber wir schweifen ab ...)

Teil unserer neuen Offenheit soll auch sein, Sie immer mal wieder schonungslos über das aufzuklären, was uns im tiefsten Inneren unseres Herzens so bewegt.
Wir von der GEMA finden: Das sind wir Ihnen schuldig!

Es heißt z.B. immer: Die GEMA zocke mit Ihrer Gebührenordnung kleine Musikbühnen ab.
Wenn wir so etwas lesen, drückt es uns dicke, dicke Tränen in die Augen.
(Ok, ok, in unserer letzte Mitteilung kam raus, daß dieselbe Musik live gespielt Herrn Vogler 36 mal mehr kostet als von einer CD abgespielt, aber das übersehen wir mal ganz leger.) Wir haben Herrn Vogler jetzt mal gebeten, uns ganz konkrete Zahlen zu nennen. Damit Sie, lieber Leser, sehen: Das stimmt ja alles nicht, was immer so behauptet wird!

Herr Vogler hat uns die Tage vom o1. bis 16. Juni 2o1o genannt. Nach Abzug der ausgezahlten Gagen zahlte Herr Vogler im Durchschnitt 9,76 Prozent seines Gesamt-Umsatzes an uns. Sie finden das viel?!
Wir als GEMA finden: NUR 9,76 Prozent des Gesamt-Umsatzes! Da kann er uns doch wohl dankbar sein, daß es nicht durchschnittlich 20 oder 30 Prozent sind! Wir von der GEMA finden: Herr Vogler sollte einfach nur glücklich sein!

By the way: Was halten Sie von unserem neuen Slogan: „GEMA - Gebt Einfach Mir Alles“?! Oder doch besser: „GEMA - Gebt Eure Musikbühnen Auf!“ - Wir von der GEMA sind ein wenig unschlüssig. Helfen Sie uns! Was meinen Sie?!

In diesem Sinne, Ihre GEMA

P.S.: Schreiben Sie uns!!! Ihre Meinung ist uns wichtig!!! Z.B. direkt an unseren Vorstands-Vorsitzenden Dr. Harald Heker unter hheker@gema.de

München, im Juni 2o1o
tv
„Vogler“, Thomas Vogler, Rumfordstrasse 17, 8o469 München
Dies ist eine Mitteilung, die die GEMA natürlich so nie schreiben würde.

==========================================

 

27. Juni 2o1o: Vogler-Newsletter (Auszug):

4. Mitteilung (der GEMA) an die Gäste der Jazzbar Vogler

Fassen wir zusammen, was wir in den drei letzten Mitteilungen gemeinsam erarbeitet haben:

1. Musik, die live gespielt wird, kostet das Vogler mindestens sechsunddreißig mal so viel, wie Musik, die von einer CD abgespielt wird. Auch wenn es exakt die gleiche Musik ist.

2. Aufgrund unserer Gebührenordnung zahlen kleine Musikbühnen wie das Vogler im Sommer nach Abzug der Musiker-Gagen bis zu 1oo% ihres Tagesumsatzes an uns.

Viele von Ihnen fragen sich nun: Was passiert eigentlich mit dem vielen Geld, das wir aus so einer kleinen Musikbühne wie dem „Vogler“ pressen. Auch das wollen wir Ihnen nicht verheimlichen. Wir haben ein System erfunden, das uns glücklich macht:

334 Millionen Euro haben wir 2oo9 an unsere Mitglieder ausgeschüttet.
62,99% davon (also 21o Millionen Euro) aber an nur 5,19% unserer Mitglieder verteilt:
An unsere sogenannten „Ordentlichen Mitglieder“ (das sind die, die bei uns was zu sagen haben). Wir schütten das Geld also eigentlich an uns selbst aus. Clever, gell!
Immerhin bekommen die restlichen 95% unserer Mitglieder (das sind die, die bei uns nichts zu sagen haben) noch 37% vom Kuchen ab.

Sie kennen keinen Verein, bei dem so etwas möglich wäre?! Wir auch nicht.
Aber uns deshalb gleich als einen Selbstbedienungs-Laden zu bezeichnen, na, na, na.
Wir entsprechen nur dem Zeitgeist: Der Gier.
Wir von der GEMA finden: Das wird ja wohl noch erlaubt sein.

In diesem Sinne,
Ihre GEMA - „Deutschlands Kulturvernichter Nr.1“ („Stiftung Kulturtest“ 2o/1o)
Unser Thema nächste Woche: Wie zahlen eigentlich andere Bühnen unsere Gebühren?!

P.S.: Bitte!!! - Schreiben Sie uns!!! - Ihre Meinung ist uns wichtig!!!
Z.B. direkt an unseren Vorstands-Vorsitzenden Dr. Harald Heker unter hheker@gema.de

München, im Juni 2o1o
tv
„Vogler“, Thomas Vogler, Rumfordstrasse 17, 8o469 München
Dies ist eine Mitteilung, die die GEMA natürlich so nie schreiben würde.

===============================================

o4. Juli 2o1o: Vogler-Newsletter (Auszug)

5. Mitteilung (der GEMA) an die Gäste der Jazzbar Vogler

Sie merken: In jeder unserer Mitteilungen beschäftigen wir uns schonungslos offen mit einem wichtigen Thema. Nachdem wir u.a. festgestellt haben, daß wir für Musik, die live gespielt wird, 36 mal höhere Gebühren verlangen, als für die gleiche Musik von CD abgespielt (und Musikbühnen bis zu 1oo% ihres Tages-Umsatzes an uns zahlen müssen) heute die Frage:

Wie zahlen eigentlich Musikbühnen unsere horrenden Gebühren.
Um ganz ehrlich zu sein: Das fragen wir uns auch.
Um ganz, ganz ehrlich zu sein: Es wundert uns, daß es überhaupt noch Musikbühnen gibt, die unsere Gebühren bezahlen können.

Ok, ok, es gibt in München neben dem „Vogler“ Gott sei Dank nur noch zwei weitere Musikbühnen, die fast täglich Live-Jazz/Soul/Latin anbieten und in der Stars wie Randy Brecker oder Pee Wee Ellis, Big Bands wie die Al Porcino Big Band etc. spielen.
(Und Gott sei Dank ist in den letzten 13 Jahren außer dem „Vogler“ auch keine Bühne dazugekommen! Wir von der GEMA finden: Glück gehabt!)

Einer der beiden Clubs gehört einem Hotel. Unsere Gebühren zahlt also das Hotel. Dessen Besitzerin würde nach eigener Aussage den Club nicht führen, wenn es das Hotel nicht gäbe. U.a. wegen unserer Gebühren. Wir von der GEMA finden: Tse, tse, tse!

Der andere Club bekommt von der Stadt München sechsundsiebzigtausend Euro Unterstützung im Jahr. Unsere Gebühren zahlt also der Steuerzahler. Wir von der GEMA finden: Das geht in die richtige Richtung! Der Steuerzahler ist es schließlich gewohnt, für alles und jeden den Kopf hinzuhalten!
Wir von der GEMA finden: All unsere Gebühren sollte der Steuerzahler zahlen!

In diesem Sinne,
Ihre GEMA - „Deutschlands Kulturvernichter Nr.1“ („Stiftung Kulturtest“ 2o/1o)
Unser Thema nächste Woche: Was verdient eigentlich unser Vorstand?!

P.S.: Bitte!!! - Schreiben Sie uns!!! - Ihre Meinung ist uns wichtig!!!
Direkt an unseren Vorstands-Vorsitzenden Dr. Harald Heker unter hheker@gema.de

München, im Juni 2o1o
tv
„Vogler“, Thomas Vogler, Rumfordstrasse 17, 8o469 München
Dies ist eine Mitteilung, die die GEMA natürlich so nie schreiben würde.

 ===============================================

o6. September 2o1o: Vogler-Newsletter (Auszug)

6. Mitteilung (der GEMA) an die Gäste der Jazzbar Vogler

Liebe Gäste der Jazzbar Vogler,

wir bitten um Nachsicht: Unsere letzte Mitteilung war im Juni. Wir wollten Sie eigentlich nicht so lange warten lassen, mußten uns aber auf unser Kerngeschäft konzentrieren: Die Planung unserer nächsten Weihnachtsfeier. Jetzt aber sind wir wieder ganz bei Ihnen, unseren hochgeschätzten Freaks, die sich für so etwas antiquiert überflüssiges wie Live-Musik interessieren.

Wir haben in den letzten Mitteilungen versucht, Ihnen einen kleinen Einblick in unser Denken und Wirken zu geben. Heute möchten wir Sie in ein weiteres Wunder unserer Gebühren-Ordnung einweihen: Die Berechnung der Gebühren für Diskotheken im Unterschied zur Berechnung der Gebühren für Live-Musik-Bühnen.

Diskotheken in der Größen-Ordnung des „Voglers“ berechnen wir für die Nutzung „unserer“ Musik jährlich 4.125,9o Euro - dem „Vogler“ 11.o47,- Euro - knapp das dreifache. Bitte fragen Sie jetzt nicht nach dem „Warum“, nach der „Logik“, oder was Sie sonst noch fragen wollen, wir wissen es ja selber nicht. Wir von der GEMA finden: Das „Warum“ kann uns auch völlig wurscht sein. Vielleicht muß es jetzt aber einfach mal raus: Wir finden Live-Musik einfach zum K..... . So. Nichts für ungut, aber einmal mußte es ja gesagt werden.
 
In diesem Sinne: Mahlzeit!

Ihre GEMA -
„Deutschlands Kulturvernichter Nr.1“ („Stiftung Kulturtest“ 2o/1o)

P.S.: Bitte!!! - Schreiben Sie uns!!! - Ihre Meinung ist uns wichtig!!!
Direkt an unseren Vorstands-Vorsitzenden Dr. Harald Heker unter hheker@gema.de

München, im September 2o1o
tv
„Vogler“, Thomas Vogler, Rumfordstrasse 17, 8o469 München
Dies ist eine Mitteilung, die die GEMA natürlich so nie schreiben würde.
„K....“ steht natürlich für: „Knuddeln“ - was sonst ... :-)

======================================